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14.03.2013 / 0 / Seite 22 (Beilage)

Im ständigen Gemurmel

Erkundungen für die Präzisierung des Gefühls, Arno Schmidts »Zettel’s Traum« nicht besprechen zu ­können

Frank Schäfer

Von Arno Schmidt kann man nichts lernen – jedenfalls nicht als Schriftsteller. Möglicherweise sind die Wege, die er eingeschlagen hat, Sackgassen gewesen, aber er hat sie bis zum Ende abgeschritten. Man wird kaum über das hinausgehen können, was er sich sowohl in den grammatischen Dimensionen (Orthographie, Interpunktion, Syntax) als auch in der psychologischen Dimension der Sprache (dem Entschlüsseln ihres unbewußten Subtexts) angemaßt bzw. auf sich genommen hat, jedenfalls nicht ohne in die avantgardistische Öde und Unlesbarkeit abzusinken.

Was die Rezeption seines Werks anging, wähnte sich Arno Schmidt in einer »Taubstummenanstalt«. Diese Klage, sooft er sie auch wiederholt hat, könnte verkehrter nicht sein. Der Mann war einfach maßlos, das haben schon vor Jahrzehnten die beiden Kompilationen mit Rezensionen und Porträts »Über Arno Schmidt« gezeigt. Schmidt wurde durchaus wahrgenommen, viel besprochen – un...

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