Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Montag, 20. Mai 2019, Nr. 115
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10.10.2012 / 0 / Seite 24 (Beilage)

Die Milva der deutschen Literatur

Raus. Von Ambros Waibel

Ambros Waibel

Mit der schönen Literatur kann es manchmal so gehen wie mit dem FC Bayern: Als ein Ekel auf der rot-weißen Bank Platz nahm, beschloß ich, mir eine Auszeit zu gönnen: »Routinebrechen« nannten wir das früher beim studentisch-alternativen Theatertraining.

Es erschien aber ohnehin als ein befriedigender Akt der Entwöhnung, mindestens eine Saison lang nicht bis zu dreimal die Woche besinnungslos in die sky-Kneipe zu dackeln und sich am Samstagnachmittag beim Wochengroßreinemachen der Wohnung eben nicht die Livekonferenz zu geben, sondern zum Beispiel einen Bach reinzupfeifen.

Die deutsche Literatur – also diejenige, die ja doch dazu da wäre, einem irgendwie Aufschluß zu geben über das, was in diesem Land vor sich geht – von dieser Literatur hatte ich zuletzt einige Jahrgänge ganz bewußt verpaßt, ohne ersichtlichen Schaden an Gemüt und Verstand zu ...



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