Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Mittwoch, 22. Mai 2019, Nr. 117
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10.10.2012 / 0 / Seite 19 (Beilage)

Niemand bleibt hier normal

Es gibt kein Zimmer 100: Dee Dee Ramone hat es auch mal mit Schreiben versucht, und das gelang dem Expunk nicht schlecht. Von Martin Willems

Martin Willems

Nachdem Douglas Glen Colvin, kurz Dee Dee, 1989 die Ramones verlassen hatte, checkte er in der New Yorker Kultstätte der Dekadenz und des Drogenkonsums ein, dem Chelsea Hotel. Schnell stellte er fest, »daß jemand echt Pech im Leben gehabt haben muß, um hier zu enden.«

Immerhin wurde sein Hund Banfield geduldet, der dem stilprägenden E-Bassisten ein treuer Gesprächspartner ist (!). Seine Frau Barbara, eine Latino-Sexbombe, komplettiert die skurrile Dreier-WG und verschafft ihrem Partner – neben diversen Heroinportionen – hin und wieder eine Endorphinausschüttung. Sonst ist der Hotelalltag von extremer Negativität geprägt: »Im Chelsea Hotel kommt niemand zur Ruhe.«

Dee Dee fühlt sich von Dämonen verfolgt, fortwährend erscheint ihm sein alter Kumpel Sid Vicious (Sex Pistols), der 1978 in Zimmer No. 100 des Hotels seine Freundin Nancy Spungen erstochen haben soll. Derweil treibt im Keller ein Hexenzirkel namens ...



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