Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Sa. / So., 25. / 26. Mai 2019, Nr. 120
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10.10.2012 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Ohne Wunderglauben

Über Adorno nachdenken, ohne durchzudrehen: Das »Adorno Handbuch«. Von Christof Meueler

Christof Meueler

Mit der Frankfurter Schule wird sich nicht mehr soviel beschäftigt, weil die gern beschworene Zivilgesellschaft längst keine mehr ist, sondern eher wie eine Agentur für die Propagierung von vermeintlichen Sachzwängen wirkt, was auch Repression und Militärschläge beinhaltet. Im Zeichen der als naturhaft mißverstandenen Finanzkrise wird in den Kreisen der bürgerlichen Intelligenz vorrangig darüber diskutiert, wie wenig soziale Gerechtigkeit in Zukunft überhaupt noch zulässig sein soll. Damit haben auch die demokratietheoretischen Forderungen der zweiten und dritten Generation der Frankfurter Schule ausgedient. Habermas, Negt, Wellmer und Honneth sind nicht nur schon sehr alte Männer, ihnen wird auch nicht mehr richtig zugehört, da Demokratie zunehmend als Luxus, wenn nicht gar als Plunder aufgefaßt wird, den man sich immer weniger zu leisten bereit ist.

Mit denselben Vorwürfen, mit denen die zweite Generation die erste der Gründungsfiguren (Horkheimer, Ado...

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