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10.10.2012 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Alles verdampft

Das Ego stellt sich quer– Rainald Goetz’ neuer Roman »Johann Holtrop« und die Folgen. Von René Hamann

René Hamann

Das Private ist politisch, das Private hat außen vor zu bleiben, es sei denn, es läßt sich etwas ableiten daraus, etwas über die Gesellschaft sagen. Rainald Goetz hat nach vielen, vielen Jahren wieder einen Roman geschrieben: »Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft. Roman.« Ein Großwerk, eine neue Offensive. Die Beschreibung eines Karrieristentypen aus den Leitstellen der Gesellschaft, Aufstieg und Fall eines Stars der Assperg AG, eines gigantischen Medienunternehmens.

Rainald Goetz, Starautor der intellektuellen Minderheiten, wendet hier sein luhmannsches Wissen der Gesellschaft endlich einmal an. Tatsächlich ist das erst mal ganz geil, wie im Roman diese Figur Holtrop mitsamt Umfeld auseinandergenommen, vorgeführt, gezeigt wird. Die Szenerien aber ähneln in etwa den Bildern, die man aus den Filmen von Petzold (»Yella«), Schmid (»Lichter«) oder Hochhäusler (»Unter dir die Stadt«) kennt: Reinigungsdienste ...

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