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01.09.2012 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Ein Prosit auf die Verdrängung

»Hipster Antifa Neukölln« arbeitet an der Befreiung ihres Kiezes von Migranten und Erwerbslosen im Kiez

Markus Bernhardt

Eine neue – sich selbst antifaschistisch nennende Gruppierung – treibt neuerdings im von Verdrängung massiv gebeutelten Berliner Bezirk Neukölln ihr Unwesen. Das Motto der »Hipster Antifa Neukölln«: »Kieze aufwerten: Mehr Bars, mehr WIFI, mehr Bio-Märkte«. Im Sommer pflasterten sie den Bezirk, in dem viele Migranten und sozial Benachteiligte leben, mit Aufklebern voll, auf denen ein Foto von der Befreiung Berlins zu sehen ist: Lachende Soldaten prosten sich zu. Darunter der Slogan: »Tourists, Hipster, Schwaben … Everybody is Welcome. Party like it’s 1945«. Man wolle »all jenen gegen das Bein fahren, die unter dem Label bewegungslinker, scheinbar progressiver Aktionsformen und Agitation zu äußerst fragwürdigen Schlüssen und Handlungsbereitschaften« kämen, heißt es in einer Grundsatzerklärung der reaktionären Schnöselgruppierung.

Eigenen Angaben zufolge ist sie an den Start gegangen, ...

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