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11.04.2012 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Zur Aktualität Marxscher Ideologietheorie

Bewußtseinsinhalte entwickeln sich aus den konkreten Lebensverhältnissen heraus, nicht primär durch Machtverhältnisse von oben nach unten

Werner Seppmann

Ideologiekritik (und die ihr zugrunde liegende Ideologietheorie) sind tragende Säulen eines kritischen Gesellschaftsverständnisses. Ihr Ausgangspunkt ist die Frage, weshalb es dem Kapitalismus als einem System permanenter Krisen und tiefgreifender Widersprüche immer wieder gelingt, Massenloyalität zu sichern und die Menschen geistig und emotional an sich zu binden.

Ideologiekritische Denkmittel (deren theoretischer und politischer Wert unter dem Einfluß eines postmodernen Denkens bis in die marxistischen Diskurse hinein in Frage gestellt werden) sind also unverzichtbar, wenn begriffen werden soll, wie der gegenwärtige Kapitalismus sich als Machtsystem reproduziert und stabilisiert – aber dennoch kann von einem Konsens in der Marxismus-Diskussion über das Problemfeld »Ideologie« keine Rede sein.

Vergesellschaftung von oben?

Einen problematischen Einfluß auf das Ideologie-Verständnis eines an Marx orientierten Denkens hat eine von Wo...

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