Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Mittwoch, 22. Mai 2019, Nr. 117
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15.03.2012 / 0 / Seite 24 (Beilage)

Wenigstens tschüs sagen

Keine Spur von Nekrophilie im Friedhofskrimi von Kirsten Boie. Um schwierige Fragen, Leben, Tod und Historie geht es auch in weiteren Jugendbüchern

Jana Frielinghaus

Das neue Buch von Kirsten Boie ist da, und es ist wirklich sehr schön. Und ganz anders als die Ritter-Trenk- und Seeräuber-Moses-Romane, mit denen sie zuletzt für leuchtende Augen beim jüngeren, etwa sechs- bis neunjährigen Publikum sorgte. »Der Junge, der Gedanken lesen konnte« spielt überwiegend auf einem Friedhof, hat aber gar nichts mit Gothic und ähnlichem Todes- und Totenkult zu tun. Valentin, zehn und neu in der Stadt, löst einen bzw. mehrere Kriminalfälle – mit Hilfe seiner besonderen Gabe, aber ganz besonders mit der seines cleveren Freundes Mesut.

Aber es ist nicht allein der Krimi, der hier fesselt. Vor allem sind es die Geschichten der Menschen, die im Mittelpunkt stehen – Valentins Friedhofs- und Hochhausbekanntschaften: Die wenigen Vertreter der autochthonen Bevölkerung dieses Landes, die hier vorkommen, dürften kaum nach dem Geschmack von Sarrazin & Co. sein. Hier ist das Deutschland der Oberstudienrät...

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