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15.03.2012 / 0 / Seite 21 (Beilage)

Weiße Nigger

Howard Cruse entwirft mit der Graphic Novel »Stuck Rubber Baby« ein plastisches Porträt der USA in den 60er Jahren

Frank Schäfer

Howard Cruse hat den ersten dezidierten Schwulencomic, »Gay Comix«, herausgegeben und avancierte mit seiner »Wendel«-Serie, einer liebevoll ironischen Chronik des schwulen Alltagslebens der 80er Jahre, zur Szenegröße. In »Stuck Rubber Baby« erzählt er eine autobiographisch fundierte Coming-out-Geschichte im Alabama der sechziger Jahre, einem der Brandherde des Rassenkonflikts in jener Zeit. Cruse selbst ist in Birmingham, Alabama, aufgewachsen und hat das alles miterlebt – und jetzt muß sein Alter ego, der junge, gutherzige, ein wenig naive Toland Polk, noch einmal da durch.

Er beschreibt zunächst den allgemeinen Wald-und-Wiesen-Rassismus, den jeder Südstaatler mit der Muttermilch eingesogen hat und von dem sich die Jüngeren nun langsam zu emanzipieren beginnen. »Vielleicht haben Neger etwas kräftigere Knochen, weil sie den Tieren ähnlicher sind als wir und sich in der Wildnis behaupten mußten«, ...

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