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15.03.2012 / 0 / Seite 20 (Beilage)

Frankenstein im Land der Klischees

Kommt als Schund daher, ist aber am Ende ein lesenswerter Krimi: Buddy Giovinazzos neuer Roman »Piss in den Wind«

Ulf Schleth

Buddy Giovinazzo ist ein erstaunlicher Mensch. Nachdem sein wunderbarer Film »Unter Brüdern« (besser zu sehen im Original unter dem Titel »No Way Home«), den er mit Tim Roth, Deborah Unger und James Russon besetzen konnte, damals nie wirklich in den Kinos lief, entschloß er sich, Amerika zu verlassen und sich in Deutschland mit Regiearbeiten für Tatort und Polizeiruf die Schriftstellerei zu finanzieren. Denn heutzutage verdient niemand Geld, nur weil er schreiben kann. Außer er hat viel Glück, eine große Marketingmaschine hinter sich oder geht in die Werbung. Giovinazzo schien aber nie große Lust zu haben, sich mit seiner Literatur zu prostituieren. Warum sonst sollte er auch bei Pulp Master veröffentlichen? Einem Verlag, mit dessen Programm man locker die Sommerferien eines ganzen Menschenlebens zu einem Riesenspektakel machen kann, der sich aber nie um Konventionen oder Massentauglichkeit geschert hat. Und also auch (fast) nichts...

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