Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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15.03.2012 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Tod im Tal des Paradieses

Stefan Zweigs letzte Monate in Brasilien– ein Roman von Laurent Seksik

Ingo Flothen

Der Tod, das ist schon ein seltsam Ding. Für die einen ist er schauerlich und garstig, den anderen ein Quell ungetrübter Freude. Kleist etwa: »Möge Dir der Himmel einen Tod schenken, nur halb an Freude und unaussprechlicher Heiterkeit, dem meinigen gleich.« Kann Sterben so vergnüglich sein? Das Kleist-Sätzchen aus dem Abschiedsbrief an seine Schwester Ulrike steht auch in Stefan Zweigs berühmtem Kleist-Porträt aus dem Essayband »Der Kampf mit dem Dämon«. Dort stilisiert Zweig den frühen Freitod des »von allen Leidenschaften Gejagten« zum Meisterwerk, dem »Prinz von Homburg« ebenbürtig. Das Sterben meistern und »aus dem Tode eine Gedicht über die Zeiten« schaffen, darum allein geht es, so können es die Gebrochenen »den Gewaltigen, die Herren des Lebens sind wie Goethe«, zeigen.

Wer so wuchtig vom Tode schwadroniert, der muß sich – nichts liegt näher – fragen lass...

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