Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
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15.03.2012 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Von halbseiden bis Boheme

Rudolf Lorenzens alte und immerjunge Randnotizen aus Westberlin

Matthias Reichelt

Lange Zeit vor der Existenz des Internets, als der Begriff Zeitungskrise noch nicht geläufig war, erlaubten sich sogar Tageszeitungen, die etwas auf sich hielten, den Luxus eines erzählerischen Feuilletons, in dem Autorinnen und Autoren ihr Talent in einer epischeren Form unter Beweis stellen konnten: kleine kulturkritische Beobachtungen, glossenhafte Humoresken, zart-ironische Zeitgeistkritik, manchmal von erstaunlicher Länge.

Wie amüsant, inhaltsreich und genau in der Beobachtung das sein konnte, beweist Rudolf Lorenzen, dessen kleine Prosastücke vorwiegend aus den 1960er Jahren dank des Verbrecher Verlags jetzt wieder veröffentlicht sind. Mit der »Hustenmary«, so das titelgebende Porträt einer 70jährigen Nutte, die sich abends in Ossis Kneipe »Der weiße Neger« in der Dudenstraße herumdrückte und darauf wartete, einen Freier zu finden, tritt man die Reise an in ein untergegangenes Westberlin. Ihre Geschichte ist im Berliner Idio...

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