Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
Die junge Welt wird von 2189 GenossInnen herausgegeben
08.03.2012 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Langnese-Eis statt Pille?

Arme Frauen können sich in der BRD sichere Verhütungsmittel oft nicht ­leisten. Freigabe von Notfallkontrazeptiva längst überfällig

Gisela Notz

»Pille? Unnötig! Langnese-Eis anstatt« – das stand auf einem Plakat, das 1968 beim Katholikentag in Essen aufgehängt worden war. Es war die Zeit, als Frauen in der alten Bundesrepublik begannen, sich gegen die ihnen zugedachten Rollen zu wehren, nicht nur beim Katholikentag. Sie gingen auf die Straße und forderten: »Ersatzlose Streichung des § 218 und umfassende sexuelle Aufklärung für alle und freien Zugang zu Verhütungsmitteln!«

Sie hatten genug von Prüderie und zwanghaften Moralvorstellungen, die das Klima der Adenauer-Ära prägten und auch darüber hinaus noch wirkten. Die 1950er und 60er Jahre in der BRD waren Hochzeiten konservativer Sexualmoral und Familienideologie. Die Forderungen nach Selbstbestimmung, die selbstverständlich zu einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft gehört, in der die Menschen den Postulaten des Grundgesetzes entsprechend gleichberechtigt sind, waren noch lange nicht durchsetz...

Artikel-Länge: 8836 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €