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08.03.2012 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Ein schönes Märchen

Gleichstellung ist weder in der Arbeitswelt noch in den privaten Beziehungen oder in der Gesundheitsversorgung annähernd erreicht

Ingrid Jost

Gleichstellung – das Wort ist in aller Munde und in vielen Papieren und Konzepten zu lesen. Trotzdem wachsen der Niedriglohnsektor, die prekäre Beschäftigung inklusive 400-Euro-Jobs und die Lohndiskriminierung von Männern und Frauen kontinuierlich. Eine Studie des Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung von 2008 kommt zu dem Ergebnis, daß es einen unerklärbaren Faktor der Geschlechterdiskriminierung gibt.

Die absolute Zahl der Normalarbeitsverhältnisse verringerte sich von 2008 bis 2010 um 133000. Das sogenannte Jobwunder sei nicht gerecht, erklärte Prof. Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifika­tion (IAQ) an der Uni Duisburg-Essen in einem Interview. Die Zahl der Beschäftigten sei 2011 zwar um rund 500000 auf einen neuen Höchststand von 41,6 Millionen gestiegen, doch auch die Zahl der im Niedriglohnsektor Beschäftigen hat sich 2010 auf 7,8 Millionen erhöht, ein Rekord, auf d...

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