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08.03.2012 / 0 / Seite 4 (Beilage)

»Immer noch diskriminierendes Verhalten von Medizinern«

Adäquate medizinische und psychotherapeutische Versorgung lesbischer Frauen scheitert auch an mangelndem Fachwissen des behandelnden Personals. Ein Gespräch mit Gabriele Dennert

Interview: Jana Frielinghaus

F: In wissenschaftlichen Untersuchungen Ende der 90er Jahre ist nachgewiesen worden, daß lesbenfeindliche Einstellungen in sozialen und Gesundheitsberufen und in den entsprechenden Einrichtungen noch immer weit verbreitet seien. Wie hat sich die Situation nach Ihrer Einschätzung seitdem entwickelt?

In diesen Untersuchungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben 20 bis 25 Prozent der befragten lesbischen Frauen von Diskriminierungserfahrungen im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung berichtet. Es gibt seither im deutschsprachigen Raum leider keine neuen Untersuchungen mehr darüber.

Was die Situation in Deutschland betrifft, so ist mein Eindruck, daß wir erst in den letzten zwei bis drei Jahren eine deutliche Öffnung aus medizinischen Fachkreisen gegenüber lesbischen Gesundheitsthemen erleben. Ein Zeichen dafür ist zum Beispiel auch die Fachtagung für frauengerechte Gesundheitsversorgung am 16. März in Düsseldorf, auf der lesbengesundheit.d...



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