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08.03.2012 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Luxus glückliche Geburt?

Vom selbstbestimmten Gebären zur geldbestimmten Entbindung: Schwangere im Netz von Kosten-Nutzen-Rechnungen

Heike Friauf

Diesen Monat schließt eine weitere Geburtsklinik in Deutschland. Das St. Josefshospital in Uerdingen (Nordrhein-Westfalen) kann sich bei sinkenden Geburtenzahlen die geburtshilfliche Abteilung nicht mehr leisten. Als Anfang 2011 die Geburtsabteilung im baden-württembergischen Geislingen schloß, meinte der zuständige Klinikchef Jörg Martin, er würde ersatzweise die Einrichtung eines hebammengeleiteten Geburtshauses unterstützen. Wenn sich Klinikgeburten nicht mehr rentieren, dürfen also die unterbezahlten Hebammen ran.

Hierin liegt bittere Ironie. Jahrzehntelang mußten Hebammen sich mit Klinik­alltag und Gerätemedizin arrangieren. Nur zehn Prozent der Geburten in Kliniken verlaufen ohne medizinische Intervention, stellte der Deutsche Hebammenverband (DHV) Ende 2011 fest. Dabei wäre, wenn Mutter und Kind gesund sind, in der Mehrzahl der Fälle nichts dergleichen nötig: kein Wehentropf, keine Elektrode am Kopf des Kindes. Nach Überzeugung von Hebammenorg...

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