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02.11.2011 / 0 / Seite 3 (Beilage)

»Im Club der Quoten-Dichter«

Die Verzagtheit im deutschen Fernsehen wäre im Fußball undenkbar. Ein Gespräch mit dem Drehbuchschreiber Xaõ Seffcheque

Interview: Christof Meueler

F: Schauen Sie überhaupt noch Fernsehen?

Ich schaue, und ich muß auch schauen, um zu wissen, was läuft. Auch will ich die guten ausländischen Formate mitkriegen – alles zwischen »Sopranos«, »Breaking Bad«, »The Wire« und »Mad Men«. Es macht keinen Spaß, etwas anzubieten, das schon viermal gemacht worden ist, oder aber etwas, das im Fernsehen ein No Go ist.

F: Was ist ein No Go?

Das hängt vom Sender ab: Wenn man für den SWR beispielsweise einen »Tatort« schreibt, hat man Schwierigkeiten, sexuelle Gewalttaten zu thematisieren.

F: »Tatort« ist das Flaggschiff des ARD-Fernsehens.

Aber dieses Flaggschiff gehört eigentlich aufs Trockendock, um mal richtig überholt zu werden. Beim »Tatort« wird sehr viel verschenkt, oft sind die Drehbücher langweilig geschrieben, oberflächlich redigiert und noch dazu hölzern inszeniert. Aber entweder realisiert man das bei den Sendern ...









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