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07.09.2011 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Hartes Pflaster in Berlin

Antifaschistischer Selbstschutz in der Weimarer Republik.

Johannes Fülberth

Ab 1929 wurden die Auseinandersetzungen in Berlin zwischen Faschisten und Angehörigen der gespaltenen Arbeiterbewegung immer alltäglicher. Insbesondere die Geschichte der Sturmabteilungen (SA) der NSDAP ist eine Chronik zunehmender und systematischer Gewalt. Opfer war in erster Linie die Arbeiterbewegung, aber auch Juden waren regelmäßiges Ziel von Übergriffen und Attacken.

Gauleiter für Berlin war der spätere Propagandaminister Joseph Goebbels. Er hatte die Richtung vorgegeben: »Der Kampf muß und wird mit Brachialgewalt durchgefochten. Und das ist gut so«. Ab 1929 gingen die NSDAP und ihr bewaffneter Arm dazu über, auch die traditionell roten Arbeiterviertel ins Visier zu nehmen.

Hoffen auf die Polizei

Die Reaktionen der Nazigegner auf die Verschärfung der Situation waren sehr unterschiedlich. Das sozialdemokratische Reichsbanner lehnte direkte Konfrontationen mit der SA ab. Die SPD-Mitglieder vertrauten vielfach auf das staatliche Gewaltmon...

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