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07.09.2011 / 0 / Seite 3 (Beilage)

»Am zweiten Sonntag im September ...«

Berlin: Der Tag der Mahnung bündelt Erinnerungsarbeit mit dem Widerstand gegen Neofaschismus und Militarisierung. Ein Gespräch mit Hans Coppi

Markus Bernhardt

Am 11. September wird in Berlin der »Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg« zum 21. Mal begangen. Welche Bedeutung hat der Gedenktag für Sie persönlich?

Dieser Tag ist bis in meine frühesten Kindheitserinnerungen mit meinen Eltern verbunden. Ich habe sie nie bewußt kennengelernt. Sie sind wegen ihres Widerstands gegen das Naziregime zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet worden. Am zweiten Sonntag im September wurde seit 1945 der Opfer des Faschismus (OdF) gedacht. In den frühen Nachkriegsjahren wohnten meine Großeltern mit mir in einer Laube, an der eine kleine Tafel angebracht war, die an meine Eltern erinnerte. Dort versammelten sich an dem OdF-Tag dann Menschen, sie brachten Blumen und schauten mich traurig an. Später habe ich an den großen Kundgebungen auf dem Bebelplatz teilgenommen, fühlte mich etwas verloren – eingerahmt von den großflächigen Bildern der ermord...

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