Gegründet 1947 Donnerstag, 27. Juni 2019, Nr. 146
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01.06.2011 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Kinder haben kaum Rechte«

Auf der Suche nach der Normalität: In der Regel leiden die Kinder unter ihren Eltern und nicht umgekehrt. Ein Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Klaus Weber

Interview: Reinhard Jellen

F: Wie verändern sich die Beziehungen zwischen Vater-Mutter-Kind unter dem Druck von Deregulierung, Prekarisierung und Arbeitsmarktkonkurrenz?

Ich würde zuerst die Frage stellen, ob der »Zerfall« der Normalfamilie (die religiös oder staatlich sanktionierte Kleinfamilie in kapitalistischen Verhältnissen) für Frauen, Männer und Kinder nur negativ gedacht sein muß. Immerhin birgt dieser die Möglichkeit, die Entwicklungsbehinderungen, die in solcherart Familie stecken, ebenso aufzusprengen wie die Solidaritätspotentiale zu erhöhen. Da, wie aus der Studie »Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten« des Deutschen Jugendinstituts (DJI) hervorgeht, Familien heute durchgängig vom Arbeitsmarkt abhängig sind, dessen Funktionieren mit Marx gesprochen einer geplanten Anarchie gleichkommt, sind die Familienmitglieder gezwungen, sich dieser »äußeren Macht« gegenüber zu positionieren. Die Verlagerung der ökonomischen Abhängigkeit von F...

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