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30.04.2011 / 0 / Seite 10 (Beilage)

»Man tut so, als ob nichts geschehen wäre«

Italiens Gewerkschaftsbund CGIL am Scheideweg. Über den Vorschlag eines »neuen« alten Tarifmodells, den Generalstreik am 6.Mai und die NATO-Bombardements in Libyen. Ein Gespräch mit Gianni Rinaldini

Interview: Raoul Rigault

Die Forderung nach einem neuen, »dem globalisierten Wettbewerb Rechnung tragenden Tarifmodell« begeistert Italiens Unternehmer, angepaßte Gewerkschaftsführer und bürgerliche Politiker der Berlusconi-Regierung wie der Mitte-Links-Opposition. Ihr Vorreiter ist Fiat-Vorstandschef Sergio Marchionne. Unter dem Druck der Metallarbeiter, Lehrer, Bankangestellten und öffentlich Bediensteten leistet der größte Gewerkschaftsbund Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) dagegen Widerstand– wenn auch bisher eher halbherzig. Am 6.Mai sollen die Aktionen in einem vierstündigen landesweiten Generalstreik gipfeln. Gleichzeitig signalisiert die Führung unter Generalsekretärin Susanna Camusso mit einem Mitte April lancierten Vorschlag für ein neues Tarifsystem allerdings Kompromißbereitschaft. Gianni Rinaldini leitete bis vor einem Jahr die Metallergewerkschaft Federazione impiegati operai metallurgici (­FIOM) und ist heute Koordinator des l...

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