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30.04.2011 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Nicht immer eine Front

Das Verhältnis von Gewerkschaften und Anti-AKW-Bewegung hat sich nur langsam entspannt

Reimar Paul

»Endlich abschalten!« Unter dieses Motto stellte DGB-Chef Michael Sommer seine Rede bei der großen Antiatomdemonstration in Berlin am 26. März. Es sei, sagte er mit Blick auf die Atomkatastrophe in Japan, »an der Zeit, endlich Konsequenzen zu ziehen«. Scharfes Geschütz fuhr der Gewerkschafter gegen die Atomlobby auf. »Wir lassen uns keine Angst machen«, rief er vor rund 120000 Atomkraftgegnern. »Die Lichter werden nicht ausgehen, wenn es in Deutschland keine Atomkraftwerke mehr gibt.«

Nicht nur markige Worte gegen Atomenergie kommen von den Gewerkschaften, sondern auch Taten. Am 19. April stimmten die ver.di-Vertreter im Aufsichtsrat des Atomkonzerns RWE gemeinsam mit denen der Kommunen dafür, daß sich das Unternehmen aus der Kernkraft verabschiedet. Wenige Tage später, am Ostermontag, zeigten der DGB und Einzelgewerkschaften auf den zwölf Antiatom-Großdemonstrationen Flagge. Bilden Gewerkschaften und Anti-...

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