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08.03.2011 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Ausbeutung, aber sinnstiftend

Lohndrückerei auf Kosten der Frauen: »Bürgerarbeit« und Bundesfreiwilligendienst sollen Personalabbau in Pflege und Gesundheitswesen abfedern

Gisela Notz

Wer pflegt uns, wenn wir alt sind?« Das scheint die große Zukunftsfrage zu sein. Stellen für ausgebildete Pflegekräfte werden abgebaut, wer bleibt, ist überlastet. Versicherungspflichtige werden durch »Minijobs« mit Niedriglöhnen ersetzt. Zusätzliche ehrenamtliche Gratisarbeiterinnen sind schwer zu finden. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht wird auch der Zivildienst zum Auslaufmodell. Was tun?

Immer neue »Zukunftskonzepte« werden derzeit präsentiert. Der Staat, Wohlfahrtsverbände und -konzerne suchen nach Lösungen, um Kosten zu sparen, möglichst leicht heuern und feuern zu können. Arbeitsdienste im Sinne von sozialen Pflichtjahren für Frauen und Männer werden immer wieder diskutiert, sind aber ohne Verfassungsänderungen nicht ohne weiteres durchzusetzen.

»Verläßliche Ehrenamtliche«, die die »Zivis« künftig ersetzen, sollen nun mit dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) gewonnen werden, der am 1. Juli 20...



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