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08.03.2011 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Im Hamsterrad

Weil Frauen Kinder bekommen, werden sie schlechter bezahlt. Ausgerechnet der Osten macht eine ­erstaunliche Ausnahme

Heidrun Jänchen

Über 3,2 Millionen Frauen in Deutschland waren 2010 ausschließlich geringfügig beschäftigt – in Mini-, Midi- und Ein-Euro-Jobs, abhängig von einem »Ernährereinkommen« oder Sozialhilfe. Sie stellen zwei Drittel dieser Beschäftigtengruppe. Selbst am prekären Rand ist die deutsche Arbeitswelt gespalten. Das männliche Prekariat hat einen Vollzeitjob als Leiharbeiter und war von der Krise 2009 erstmals massenhaft betroffen. Die immer wieder verbreitete Behauptung, die Frauen seien besser durch die Krise gekommen, ist trotzdem eine dreiste Lüge. Zwar sind die Jobs als Regaleinräumerin, Babysitterin oder Putzfrau kaum von der Konjunktur abhängig, aber gut ist etwas anderes. Das Schlechte hat sich nicht weiter verschlechtert, das ist alles. Der Aufschwung wird an diesen Frauen ebenso folgenlos vorübergehen wie zuvor die Krise.

Für Frauen sind prekäre Verhältnisse seit der Frühzeit des Kapitalismus Normalität. Allein das Wort »Zuverdieneri...

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