Der Schwarze Kanal
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23.02.2011 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Vertuscht und verschleppt

Die Oktoberfest-Bombe und ein bislang vergeblicher Appell an die Bundesjustizministerin

Claudia Wangerin

Es schien der richtige Zeitpunkt für einen dieser Appelle zu sein. Am 26. September 2010 gedachte die bayerische Landeshauptstadt der Opfer des blutigsten Terroranschlags der deutschen Nachkriegsgeschichte. 30 Jahre zuvor war am Haupteingang des Münchner Oktoberfests eine Bombe explodiert und hatte 13 Menschen in den Tod gerissen. Viele der über 200 Verletzten blieben schwer behindert. Für den CSU-Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Franz Josef Strauß stand sofort nach dem Anschlag am Abend des 26. September 1980 fest, daß es linke Terroristen gewesen seien. Der mutmaßliche Attentäter Gundolf Köhler war bei dem Anschlag selbst ums Leben gekommen. Als seine Kontakte zur rechtsextremen »Wehrsportgruppe Hoffmann« (WSG) durchsickerten, ließ sich die von Strauß favorisierte Version nicht mehr aufrechterhalten. Der 21jährige Geologiestudent, der dazu nicht mehr befragt werden konnte, wurde ganz schnell zum Einzeltäter. An diesem Ermittlungserg...

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