Der Schwarze Kanal
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23.02.2011 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Der ungeliebte Sohn der Stadt

Augsburg versucht, Bertolt Brecht wiederzuentdecken. Jahrzehntelang schämte man sich für den hier ­geborenen Dichter

Claudia Schröppel, Augsburg

Das Kulturreferat der Stadt Augsburg sorgt derzeit für Schmunzeln bei Einheimischen und Touristen. Um für das diesjährige »Brecht-Festival« im Februar zu werben, wurden überall in der Stadt Stellwände mit Zitaten des in Augsburg geborenen Dichters aufgestellt. Genau vor dem Rathaus ist seither zu lesen: »Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan! Gehen tun sie beide nicht.«

Selbstverständlich ist der Hype um Brecht in Augsburg nicht. Lange Jahre wollten die Stadtoberen mit diesem »Kommunisten aus der DDR« nichts zu tun haben, der seine Geburtsstadt seinerseits mit Nettigkeiten wie »Das beste an Augsburg ist der Zug nach München« bedachte. Und so kam es zu skurrilen Ereignissen, über die Augsburg bis heute lacht. Beispielsweise staunte der damals 60jährige Trödler Karl Elefant am 9. Februar 1978 nicht schlecht, als er vor seinem Geschäft ein Blumengebinde d...

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