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23.02.2011 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Die Stille nach dem »Radau«

Kreativer Freiraum oder Elfenbeinturm: Das KOMM und die Nürnberger Kulturpolitik

Pamela Lutz

In einer spontanen Aktion ziehen 300 Jugendliche und Erwachsene durch die nächtliche Nürnberger Fußgängerzone. Aus Solidarität mit der Hausbesetzerszene demonstrieren sie gegen Mietspekulanten und Kahlschlagspolitik. Ein Großaufgebot der Polizei kesselt die Menge ein. Es fliegen Pflastersteine, Glasscheiben gehen zu Bruch.

30 Jahre späte wurde in der Berliner Liebigstraße eines der letzten besetzten Häuser geräumt. Eine klassische David-gegen-Goliath-Situation. Die alternative Szene kämpft um Freiräume – und gegen globale Immobilienspekulanten, die sich die Filetstücke der Stadt sichern.

Daß David gegen Goliath durchaus eine Chance hat, zeigen die Aufstände in Tunesien und Ägypten. In Bayern gilt es zwar kein autokratisches System zu stürzen, dennoch scheint die Jugend in einer Art Politikverdrossenheit zu erstarren. Wie diese Unmündigkeit entstand, läßt sich anhand der Entwicklung des Nürnberger Künstlerhauses gut nachvollziehen.

Von Otto Dix zu ...





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