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15.12.2010 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Nicht mehr gefragt

Der politische Dokumentarfilm wird im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der seichten Massenware ­geopfert

Gitta Düperthal

Daß Fernsehzuschauer Gebühren zahlen, damit der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinem verfassungsgemäßen Bildungsauftrag nachkommen kann, interessiert dessen Programmverantwortliche kaum. Sie geben sich überzeugt, daß ihr Publikum lieber mit Sportereignissen und schlüpfrigen Infos über die Welt der Schönen und Reichen zugeschüttet werden will. Insofern haben es unabhängige politische Dokumentarfilmer schwerer denn je, mit gesellschaftskritischen Filmen zum Zuschauer vorzudringen. Sie sind nicht mehr gefragt.

Viele Filmemacher haben mittlerweile resigniert oder produzieren willfährig die gefragte seichte Massenware. Den engagierteren Kollegen bleibt dagegen nichts anderes übrig, als auf neue Publikationswege zu setzen. Mit Überstunden bis zur Erschöpfung und mit viel zu wenig Geldmitteln produzieren sie ihre Filme; Marketing und Vertrieb von DVDs managen sie mitunter in Eigenregie. Mit mühseligem Klinkenputzen müssen sie Mischfinanzierungen von unterschie...

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