Gegründet 1947 Dienstag, 18. Juni 2019, Nr. 138
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15.12.2010 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Nahe an der Berlusconisierung

Die deutschen Medien sind schon fast ganz unten angekommen. Journalisten mutieren zu Nachplapperer. Kritische Distanz ist selten geworden. Dennoch gibt es Gegentendenzen

Albrecht Müller

Für kritische Beobachter der Medien in Deutschland ist es unstrittig, daß es um die kritische Begleitung des politischen Geschehens durch die Medien nicht gut bestellt ist. Verantwortlich dafür sind nicht nur Medienkonzentration, Kampagnejournalismus und der massive Einfluß von PR-Unternehmen, sondern auch, daß Journalisten kaum noch Zeit für Wortbeiträge, geschweige denn für Recherchen haben. Nachwuchsjournalisten müssen mit unsicheren Arbeitsverhältnissen leben, und freie Mitarbeiter werden buchstäblich ausgebeutet.

Wer viel Geld und damit auch publizistische Macht hat, bestimmt über weite Strecken die veröffentlichte Meinung und damit das politische Geschehen. In diesem Befund sich sich kritische Beobachter einig – wie z.B. die meisten Leserinnen und Leser unseres Internet-Portals NachDenkSeiten.

Die Welt der etablierten Publizisten und Journalisten jedoch ist sonderbarerweise eine völlig andere – ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es ...



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