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21.07.2010 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Im Schatten der Marinebasis

Die kubanische Provinz Guantánamo bemüht sich um Normalität – trotz des US-Stützpunkts vor der eigenen Haustür

Steffen Niese, Guantánamo

Seit die USA dort ein Lager für ihre Gefangenen aus dem Krieg gegen Afghanistan und den Irak eingerichtet haben, ist Guantánamo immer wieder als Inbegriff von Folter und menschenverachtender Behandlung vermeintlicher Terrorverdächtiger in die Schlagzeilen der Weltpresse geraten. Das im Südosten Kubas gelegene Guantánamo ist jedoch weit mehr als der US-Marinestützpunkt mit seinem berüchtigten Gefangenenlager. Der Name steht auch sowohl für die am östlichsten gelegene Provinz des Karibikstaates wie auch für die mehr als 250000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt. Doch der Alltag in dieser als am wenigsten entwickelt geltenden Gegend Kubas wird in nicht unerheblichem Maße von dem US-Stützpunkt beeinflußt.

Bei der Fahrt durch die Provinz ist die Existenz der Militärbasis aber nicht auf den ersten Blick zu bemerken, und auch die Polizeisperre an der Zufahrt zum US-Stützpunkt deutet nicht auf den mittlerweile geschichtsträchtigen Ort hin. Es gib...

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