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07.07.2010 / 0 / Seite 6 (Beilage)

»Öffentlichkeit« ist die beste Gegenwehr

Auch nach dem Kalten Krieg: kein anderes Land leistet sich mehr Geheimdienste als die BRD. Schon in der Gründungszeit hatten Faschisten das Sagen

Gotthold Schramm

Mit der Gründung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) im Jahre 1950 wurde auch eine Mini-Abteilung mit der Bezeichnung »Rechtsradikalismus« installiert. Richtigerweise hätte sie »Schutz des Rechtsradikalismus« heißen müssen, denn zu ihren Gründervätern gehörten solche Naziaktivisten und zum Teil mit Kriegsverbrechen Belastete wie der überzeugte Nationalsozialist und ehemalige Ankläger in Hochverratsprozessen beim Reichsgerichtshof Hubert Schrübbers oder sein Stellvertreter Albert Radke, ehemals Oberst im OKW-Amt Ausland/Abwehr. Radke war an Judendeportationen beteiligt.

Ganz im Gegensatz dazu entstand die Abteilung »Linksradikalismus« mit starker personeller Besetzung. Auch ihre Exponenten konnten auf eine faschistische Vergangenheit zurückblicken. Diese Abteilung war beauftragt mit der Überwachung aller linken, radikaldemokratischen und antifaschistischen Vereinigungen, Organisationen und Parteien. In den Lande...

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