Gegründet 1947 Montag, 22. Juli 2019, Nr. 167
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
26.05.2010 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Hergekommen, um zu überleben

Ein Megaevent ist kein Armutsbekämpfungsprogramm. Südafrikas Migranten bleibt der »Feel-Good-Effekt«

Christian Selz, Port Elizabeth

Die WM ist einfach ein afrikanischer Traum«, sagt Stewart Gweri. Auch für die Migranten im Land? Gweri, der selbst eingewandert ist, nimmt sich eine längere Denkpause: »Sie kann ein Wendepunkt sein.« Das Turnier mit seinen internationalen Gästen werde »einigen die Augen öffnen«. Der 28jährige ist ein ruhiger, besonnener Mann. Er hält den Ball flach, könnte man sagen, aber Gweri ist kein großer Fußballfan.

Vor vier Jahren hat er seine Heimatstadt Harare hinter sich gelassen und ist nach Südafrika emigriert, um sich als Anstreicher eine Existenz aufzubauen. Zwei Jahre später brach über viele seiner Landsleute die Hölle herein. Fremdenfeindliche Mobs wüteten in den Townships der Großstädte. Sie griffen vor allem Simbabwer an, aber auch Moçambiquaner und Somalier. Gweri hatte Glück. An seiner Stadt Port Elizabeth, einem WM-Spielort, ging die Welle der Gewalt größtenteils vorbei, am Walmer Township, in dem er wohnte, sogar völlig...

Artikel-Länge: 8166 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €