Gegründet 1947 Dienstag, 15. Oktober 2019, Nr. 239
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03.02.2010 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Wenn der Körper spricht

Siri Hustvedts Essay über die Psyche und ihre physischen Ausdrucksformen

Barbara Bongartz

Siri Hustvedt steht zu Beginn ihres Buchs »Die zitternde Frau« vor einem Rätsel. Anläßlich einer Gedenkrede für ihren verstorbenen Vater verfällt die öffentlichkeitsgewohnte Schriftstellerin in ein unerklärliches Zittern, für das es keine physisch nachweisbare Ursache gibt. Ihr Körper gerät vom Hals abwärts völlig außer Kontrolle, während sie »seelenruhig« weiterspricht und die Rede zu einem erfolgreichen Ende bringt.

Die merkwürdige Begebenheit wiederholt sich einige Male in unterschiedlichen Situationen. Was bedeutet dieses Zittern? Für Hustvedt ist es Auftakt einer wissenschaftlichen Recherche, deren Grundfrage die uralte nach dem Zusammenhang von Seele und Körper ist. Sie fragt sich, wer die zitternde Frau ist und wie sie in und an diesen Zustand gekommen ist.

»L’ame au corps« betitelte das Pariser Grand Palais im Jahr 1993 eine riesige Ausstellung, die mit dem Jahr 1793 begann und in der Gegenwart vorläufig...



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