Gegründet 1947 Dienstag, 15. Oktober 2019, Nr. 239
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03.02.2010 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Zwei, drei, viele

Ein neuer Band versammelt Schlaglichter und Fragmente zu »1968« in Lateinamerika

Jens Kastner

In Roberto Bolaños Erzählung »Amuleto« versteckt sich die Protagonistin auf dem Klo des Instituts für Philosophie und Literaturwissenschaften, als die Armee 1968 die Uni besetzt. Die Geschichte spielt in Mexiko-Stadt. In ihrem gekachelten Versteck, in dem sich die Hauptfigur von Toilettenpapier und ihren Erinnerungen ernährt, bleibt sie von dem Massaker an protestierenden Studierenden verschont, das das mexikanische Heer am 2. Oktober verübt.

Der 2. Oktober markiert das Ende der 68er-Bewegung in Mexiko und zugleich den Beginn eines kulturellen Wandels, der gemeinhin als Anfang vom späten Ende der Einparteienherrschaft im Jahr 2000 interpretiert wird. Zugleich gehört der Massenmord aber auch zu den ersten Assoziationen, die hierzulande – neben Ikonen wie Che Guevara und Kampfmodellen wie der Stadtguerilla – mit der Kombination der Chiffre »1968« und der geografischen Verortung »Lateinamerika« verbunde...

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