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12.09.2009 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Paramilitärs und Neonazis

Enge Kooperation zwischen deutschen und ungarischen Faschisten. Ein jW-Artikel löst in Budapest Ermittlungen von Polizei und Geheimdienst aus

Carsten Hübner

Ungarns älteste Neonazi-Gruppe, die Magyar Nemzeti Arcvonal (MNA, Ungarische Nationale Front), ist Anfang der Woche ins Visier von Polizei und Geheimdienst geraten. Auslöser war ein Beitrag der jungen Welt vom vergangenen Samstag. Unter dem Titel »Liquidierung als Ziel« hatte sie sich auf ihren Themenseiten mit der steigenden Gewaltbereitschaft der rechtsextremen Szene in Deutschland und Europa befaßt. Dabei ging es unter anderem um ein paramilitärisches Ausbildungslager der MNA, das Mitte Juli 2009 im Dreiländereck Ungarn-Österreich-Slowakei stattfand und für das vorab auch auf deutschsprachigen Internetseiten geworben wurde. Der öffentlich-rechtliche TV-Sender »Magyar Televízió« und die Tagespresse griffen den jW-Artikel am Montag auf und brachten so die Ermittlungen ins Rollen.

Das Camp hatte vom 10. bis 14. Juli 2009 in einem privaten Waldgebiet unweit der westungarischen Stadt Györ stattgefunden. Fotos der Veran...

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