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05.08.2009 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Vernachlässigtes Terrain

Um Armut und Hunger zu bekämpfen, muß in Entwicklungsländern dringend mehr Geld in die Landwirtschaft investiert werden

Wolfgang Pomrehn

Eine alarmierende Meldung ließ im Frühjahr kurzzeitig die Öffentlichkeit aufhorchen, ging aber schon schnell in der Flut düsterer Krisennachrichten wieder unter: Die Zahl der Hungernden hatte eine Milliarde überschritten, verkündete die UN-Landwirtschaftsorganistion FAO in Rom. Allein im vergangenen Jahr waren 100 Millionen hinzugekommen. Dabei hatte sich die Weltgemeinschaft – die reale, und nicht die eingebildete, zu der sich mitunter die NATO gerne erklärt – im Jahre 2000 im Rahmen einer feierlichen UN-Generalversammlung auf sogenannte Jahrtausendziele verständigt. Unter anderem sollen bis 2015 Armut und Hunger drastisch reduziert werden. Doch obwohl der Reichtum der globalen Gesellschaft selbst in Krisenzeiten weiter wächst, scheint manches dieser Millenniumsziele inzwischen in der gesetzten Frist kaum noch erreichbar.

Die Ursachen für die Ausbreitung des Hungers sind vielfältig. Bemerkenswert ist dabei, daß in den meisten Staaten vor all...

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