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30.05.2009 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Falsches System

Alles für das Wohl des Nachwuchses? Auf einem Kongreß in Jena wurden Möglichkeiten zur Verhinderung von Kinderarmut diskutiert

Heidrun Jänchen

»Kinder sind nicht unsere Zukunft«, sagt der Prorektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Kurt-Dieter Koschmieder; »Kinder sind unsere Gegenwart.« Soziologen, die sich mit Kinderarmut beschäftigen, konstatierte er auf dem »Thüringer Kongreß zur Kinderarmutsprävention« am 14. Mai in Jena, würden öffentlich kaum wahrgenommen, weil sie die breite gesellschaftliche Zufriedenheit stören. Er kritisierte die Ineffizienz, mit der öffentliche Mittel eingesetzt werden. 28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werden in Deutschland für Sozialleistungen ausgegeben. Die Zahl der Armen steigt trotzdem unaufhaltsam.

Obwohl auch Konferenzleiter Roland Merten feststellte, im reichen Deutschland sei Armut vor allem ein Verteilungsproblem, begann die vom CDU-geführten Thüringer Sozialministerium und der Landeszentrale für politische Bildung unterstützte Konferenz der Schiller-Universität mit Einlassungen, in denen das elegant aus...

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