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22.04.2009 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Heißer Sommer

Obwohl die Studienbedingungen zunehmend unzumutbar sind, ist breite Gegenwehr ausgeblieben. Mit dem Bildungsstreik könnte sich das ändern

Jonas Rest

Etwas nervös sind sie schon, die sieben Studierenden mit den übergestreiften weißen Overalls, die vor dem überfüllten Hörsaal der Humboldt Universität in Berlin darauf warten, einem blauen Gummiball hinterherzujagen. Auf dem Ball klebt ein Zettel: »1 SP«. SP steht für Studienpunkt. Mit ihrer »Studienpunktejagd« unterbrechen sie die Vorlesung. Einer tritt vor und erklärt den Kommilitonen die Aktion, die sich gegen die Studienbedingungen richtet. Das Lernen in überfüllten Hörsälen, in immer kürzerer Zeit bei steigendem Arbeitsaufwand gleiche einer Jagd nach Punkten. Es sei an der Zeit, etwas zu verändern, meint der Student und lädt die Kommilitonen zur Vollversammlung ein. Vierhundert Studierende versammeln sich später im Audimax. Auf der Tagesordnung steht der Bildungsstreik im kommenden Sommer. Da wollen Studierende und Schüler gemeinsam für ein besseres Bildungssystem auf die Straße gehen.

Wie an der Humboldt Universität bereiten...

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