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31.12.2008 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Wir werden mit unserem Protest nicht nachlassen«

Die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin ist erneut in akuter Gefahr. Ein Gespräch mit Max Renkl und Heinz Schmidt

Das Gespräch führte Arnold Schölzel


Am 30. November 2002 wurde auf einer Immobilienauktion in Berlin u. a. das Grundstück im brandenburgischen Ziegenhals versteigert, auf dem sich die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte befindet. In dem Gebäude tagte am 7. Februar 1933 unmittelbar nach der Machtübergabe an die Nazis die Führungsspitze der KPD unter der Leitung Ernst Thälmanns. Seit 2002 hat sich viel um die Gedenkstätte ereignet. Wie läßt sich das Geschehen kurz zusammenfassen?

Heinz Schmidt: Schon die Auktion selbst verriet, daß es sich um eine brisante politische Angelegenheit handelt. Es herrschte enormer Andrang, die Versteigerung des Grundstücks wurde vorgezogen, weil einer der Interessenten wenig Zeit habe. Der Auktionator trug vor, daß sich dort die Gedenkstätte befindet, die unter Denkmalsschutz stehe, und daß deren Nutzung weiterhin gewährleistet sein müsse. Außerdem stehe das gesamte Objekt unter Umgebungsschutz, d. h. am Erscheinungsbild dürfe nichts geändert werden. Danach fragte er laut...


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