Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
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05.11.2008 / 0 / Seite 6 (Beilage)

»Wir kämpfen nicht für Flüchtlinge, sondern mit ihnen«

Die »Karawane« unterstützt seit zehn Jahren die Selbstorganisation von Asylsuchenden gegen rassistische Sondergesetze. Ein Gespräch mit Ralf S. Lourenco

Interview: Frank Brunner

Das bundesweite Netzwerk Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen existiert seit genau zehn Jahren. Was war der Anlaß für die Gründung?

Die Idee dazu ist im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes 1998 entstanden. Damals haben nicht nur rechtsradikale Gruppierungen, sondern auch Teile der etablierten Parteien gegen Flüchtlinge und Migranten polemisiert, um Wählerstimmen zu gewinnen. Als Reaktion darauf haben verschiedene Organisationen, etwa »The Voice Refugee Forum« und der »Internationale Menschenrechtsverein Bremen«, eine sechswöchige Tour durch 44 Städte organisiert, die unter dem Motto stand »Wir haben keine Wahl – aber eine Stimme«.

Was war das Ziel dieser Tour?

Zunächst ging es darum, den Kampf gegen Ausgrenzung und Abschiebung von Flüchtlingen bundesweit zu koordinieren. Darüber hinaus sollte die Bevölkerung über die menschenunwürdige Behandlung von Migranten in Deutschland aufgeklärt werden. Das geschah hauptsächlich mit Demonstrationen od...



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