Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
25.09.2008 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Ambulantes Lohndumping

Kostendruck bei Pflegediensten geht zu Lasten von Beschäftigten und Patienten. Leiharbeit und Ein-Euro-Jobs verdrängen reguläre Arbeitsverhältnisse

Rainer Balcerowiak

Ambulant vor stationär, lautet die Leitlinie der deutschen Pflegepolitik. Hilfsbedürftigen Menschen soll auf diese Weise ermöglicht werden, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben, heißt es zur Begründung. Und natürlich ist die Versorgung in häuslicher Umgebung auch wesentlich billiger als die Unterbringung in Pflegeheimen.

Letzterer Umstand hat zu einem regelrechten Boom in diesem Dienstleistungssektor geführt. Rund 11000 ambulante Pflegedienste mit insgesamt 214000 Beschäftigten sind als Vertragspartner von Kranken- und Pflegeversicherungen zugelassen. Rund 40 Prozent werden von gemeinnützigen Trägern wie der Diakonie oder der Caritas betrieben, der Rest sind private Unternehmen. Dabei herrscht Marktwirtschaft pur: Die Entscheidung für den einen oder anderen Pflegedienst erfolgt seitens der Kostenträger auf der Grundlage eines einheitlichen, verbindlichen Leistungskataloges und darüber hinaus ausschließlich über den Preis.

...



Artikel-Länge: 4834 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €