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28.05.2008 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Untaugliche Rekruten

Eine Ausstellung im Freilichtmuseum Hagen zeigt, wie Kinder im 19. Jahrhundert in Westfalen malochen mußten. Kinderhilfswerk beleuchtet parallel Auswüchse von Kinderarbeit heute

Melanie Stitz

Könnten Sie, hochverehrte Herren, doch einmal diese Jammerszenen mitansehen, wenn die armen zarten Kinder morgens früh um 5 Uhr in kaltem oder nassem Wetter weinend oder widerstrebend von der Mutter in ein solches Gefängnis geschleppt werden, auch Ihnen würde es das Herz zerreißen.« So warb der Barmer Fabrikant Johannes Schuchard 1837 für einen Gesetzentwurf gegen die schlimmsten Auswüchse der Kinderarbeit in deutschen Fabriken.

Am heimischen Herd sah es für die Kinder nicht besser aus, im Gegenteil. In der Sonderausstellung »Abseits der Fabriken« macht das Westfälische Landesmuseum für Handwerk und Technik im Freilichtmuseum Hagen derzeit Kinderarbeit im Westfalen des 19. Jahrhunderts zum Thema. Texttafeln ergänzen die Dauerausstellung originaler Werkzeuge und Arbeitsstätten. Sie informieren darüber, wie viele Kinder im jeweiligen Handwerk beschäftigt waren und welche Tätigkeiten sie ausführten. Genauer beleuchtet werden Hausweberei, Nähnadel- und Zigarre...

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