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14.05.2008 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Privilegien für die Privilegierten

Stipendien sind nicht Lösung, sondern Teil des Problems: Solange Noten und Leistung die entscheidenden Vergabekriterien sind, wird immer sozial selektiert

Jens Wernicke

Vor, bei und nach Einführung von Studiengebühren war stets der Aufbau eines umfassenden Stipendiensystems versprochen worden. Ein solches gibt es bis heute nicht. Von den rund zwei Millionen Studierenden will Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) künftig maximal ein Prozent, also etwa 20000 – bisher sind es 14000 –, mit öffentlichen Stipendien fördern lassen. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hatte diese Stagnation eines Stipendiensystems bereits 2006 einen Skandal genannt.

Und um einen solchen handelt es sich auch. Allerdings nicht nur wegen des gebrochenen politischen Versprechens, sondern insbesondere wegen der zur Anwendung gebrachten Vergabekrite­rien der »Gönner« der Nation sowie der gönnenden Nation selbst. Denn die sogenannte Begabtenförderung über Stipendien verschärft in der Regel die soziale Ungleichheit und baut sie nicht ab. Überhaupt ist sie per se nur für nach bestimmten politischen Kriterien definierte Minderheiten bestimmt: Die der Links...

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