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29.04.2008 / 0 / Seite 9 (Beilage)

Daimler ohne Skrupel

Bei der US-Konzerntochter Freightliner kämpfen fünf wegen eines »wilden« Streiks entlassene Gewerkschafter seit über einem Jahr um ihre Wiedereinstellung

Daniel Behruzi

An verbalen Bekundungen, mit denen sich Daimler zu seiner »sozialen Verantwortung« bekennt, besteht kein Mangel. In Bezug auf den Umgang mit Gewerkschaften heißt es beispielsweise in der »Verhaltensrichtlinie« des Konzerns: »Daimler erkennt das Menschenrecht an, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Bei Organisationskampagnen verhalten sich Unternehmen und Führungskräfte neutral; die Gewerkschaften und das Unternehmen halten demokratische Grundprinzipien ein und stellen damit sicher, daß die Beschäftigten eine freie Entscheidung treffen können. Das Recht auf Tarifverhandlungen wird respektiert.« Daß diese hehren Worte in der Praxis oftmals nicht zählen, zeigt das Beispiel des Lkw-Herstellers Freightliner im US-Bundesstaat North-Carolina. Bei der Daimler-Tochter kämpfen fünf infolge eines sogenannten wilden Streiks entlassene Aktivisten der Automobilarbeitergewerkschaft UAW seit über einem Jahr für ihre Wiedereinstellung.

»Heutzutage ist Freightliner nicht...

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