Gegründet 1947 Mittwoch, 24. April 2019, Nr. 95
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
20.02.2008 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Nur mit Schuldgefühlen?

Prominente Feministinnen über Mutterschaft und Mütterlichkeit

Zusammengestellt von Cristina Fischer

Clara Zetkin (1857–1933):

Die Frau, die heute als Erwerbende den besten Teil ihrer Kraft und Zeit der Berufsarbeit widmen muß, kann im allgemeinen den Kindern und dem Manne nicht geben, was ihnen gebührt. In schmerzensreichen Konflikten muß sie tagtäglich eine Antwort auf die Frage suchen: Was schulde ich der Familie, was dem Berufe, der Welt? Und mag sie sich Geist und Gemüt blutig ringen in dem Streben nach einem Ausgleich, nach einem harmonischen Mit- und Nebeneinander ihrer Pflichten: Nur zu oft muß sie sich dem harten Gebote des Entweder-Oder fügen, und wenn es ist, als ob ein Schwert durch ihre Seele dränge.

Erschließt die Berufstätigkeit der Frau die Welt, so gibt sie dem Manne das Heim zurück. Denn wenn die Frau auf allen Gebieten menschlichen Schaffens als Mitarbeitende neben dem Manne steht, so gewinnt dieser Zeit und Kraft, als Mitarbeitender beim Ausbau des Heims und der Erziehung der Kinder neben der Frau zu wirken.

(in »Der Student und das Wei...





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