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20.02.2008 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Schaufensterpolitik

Erklärtes Ziel der Bundesfamilienministerin ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Tatsächlich wird die »Einverdienerehe« weiter subventioniert

Gisela Notz

»Wir müssen unser Land für die Frauen verändern«, heißt ein Buch, das Frauen- und Familienministerin Ursula von der Leyen, bekanntlich Mutter von sieben Kindern, gemeinsam mit Maria von Welser geschrieben hat.

Wir erfahren darin, daß von der Leyens Mutter mit der Geburt des ersten Kindes ihren Beruf als Journalistin aufgegeben hat und fortan der Mittelpunkt der Familie mit ebenfalls sieben Kindern und einem Vater war, der »immer mitten unter uns (saß), wenn er zu Hause war«. Die Eltern führten eine glückliche Ehe. Hochschulabschluß und Promotion waren Ursula von der Leyen von Vater und Mutter sozusagen in die Wiege gelegt. Erst als junge Mutter hatte sie das Gefühl, nirgendwo mehr am rechten Platz zu sein, weder zu Hause, noch im Beruf. Denn ihre akademischen Vorgesetzten ließen keinen Zweifel daran: »Wir haben Sie zum Arbeiten eingestellt, und nicht zum Kinderkriegen«. 1998 gebar Ursula von der Leyen ihr sechstes Kind, 1999 das siebente. Mit 43 konnte sie...

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