Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. September 2019, Nr. 220
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28.11.2007 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Forderungen erneuern

1968er-Bewegung ist weiterhin Gegenstand ideologischer Kämpfe. Während das konservative Bürgertum sie verteufelt, will neugegründeter SDS an sie anknüpfen

Philipp Kufferath

Es wird wieder diskutiert über die Revolte. Der 40. Jahrestag von 1968 steht bevor, und die ideologische Debatte ist bereits jetzt in vollem Gange. Ein wenig verwundert es schon, wie in regelmäßigen Abständen die immer gleichen Versuche unternommen werden, die Forderungen und Hoffnungen einer weltweiten Bewegung zu diskreditieren. In keinem anderen Land wird dies so beharrlich versucht wie in Deutschland.

Nicht überraschend dagegen ist, daß jemand wie Bild-Chefredakteur Kai Diekmann sich in dieser Debatte besonders hervortut. In seinem neuen Buch »Der große Selbstbetrug« fährt er schweres Geschütz auf. Für ihn ist 1968 ein »Epochenbruch der deutschen Gesellschaft in Richtung Egozentrik, Faulheit, Mittelmaß«. In die gleiche Kerbe schlägt Eva Herman, die die angebliche Zerstörung der Familienidylle durch die Emanzipationsbewegungen anprangert. In dem Buch »Schluß mit lustig« des ZDF-Journalisten Peter Hahne findet sich folgende Beschreibung »Der Muff von ta...

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