Gegründet 1947 Sa. / So., 15. / 16. Juni 2019, Nr. 136
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
01.09.2007 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Geld für die Zeitung

1995: Nach Pleite und Neustart wurde im selben Jahr die junge-Welt-Genossenschaft gegründet. Es dauerte einige Zeit, ehe daraus das Rückgrat des gesamten Medienprojektes wurde

Klaus Fischer

Das Jahr 1995 war eine Art Schicksalsjahr für die junge Welt. Ende März erklärte der Verlag, in dem die Zeitung erschien, die Zahlungsunfähigkeit. Den Beschäftigten wurde dies in dürren Wotrten mitgeteilt, und das war es dann. Einer der bekanntesten Markenartikel der DDR, jenes Blatt, von dem auf dem Höhepunkt der Auflage täglich mehr als anderthalb Millionen Exemplare gedruckt wurden, schien am Ende. Letzter Erscheinungstag sollte der 6. April sein.

Doch die junge Welt überlebte. Nicht in der gleichen Form, und auch nicht unter dem Kommando derer, die sie nach der »Wende« gekauft hatten. Sie überlebte als linke Tageszeitung, als Versuch, den Konzernmedien des angeblich neuen Deutschland eine Stimme entgegenzusetzen. Und sie überlebte aus Trotz. Einige Mitarbeiter wollten sich nicht mit dem scheinbar besiegelten Schicksal der Zeitung abfinden. Sie schlossen sich zusammen, halfen, den Verlag 8. Mai in Form einer GmbH zu gründen, und bereits zu Ostern ersch...

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