Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
01.08.2007 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Rinderwahn mit Methode

Der wachsende Fleischkonsum ist ein Problem für Umwelt und Klima. Regionale Stoffkreisläufe ­könnten maßgeblich zur Senkung der Methanproduktion beitragen

Helmut Höge

Früher war der tägliche Genuß von Fleisch dem Adel vorbehalten. Mit der Demokratisierung des Konsums essen nun in den Industrieländern fast alle Menschen Steaks, Lammkoteletts oder Hamburger – und das täglich mehr: Allein seit 1970 hat sich der weltweite Fleischverbrauch verdoppelt, bis 2050 wird nochmals das Doppelte der heutigen Menge verzehrt werden. Dem ging eine globale Ausbreitung der Rinder- und Schafzucht voraus. Ein Viertel der gesamten Landmasse der Erde dient heute als Weideland. Vor allem in Südamerika müssen immer mehr Wälder den Rinderherden Platz machen: In Brasilien wurde seit 1960 knapp ein Fünftel des Amazonas-Urwaldes abgeholzt – mehr als zweimal die Fläche von Deutschland.

Doch das Mastrind im deutschen Stall wird nicht ökologischer gehalten als das auf der argentinischen Weide. Das Kraftfutter wird importiert, und das belastet Luft und Böden ebenfalls: Durch Anbau, Transport – und die Ausscheidungen der Tiere, die nicht aus dem Fressen...

Artikel-Länge: 8627 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €