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01.08.2007 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Profit vor Qualität

Mit der geplanten neuen Ökorichtlinie der EU werden die Standards für Biolebensmittel kräftig verwässert

Rainer Balcerowiak

Bio« ist in. Mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln wurden 2006 in Deutschland rund 4,5 Milliarden Euro umgesetzt. Seit 2002 verzeichnet die Branche zweistellige Zuwachsraten, ein Trend, der voraussichtlich auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Neben dem Umsatzwachstum ist auch die Entwicklung der Käuferreichweite bemerkenswert. Laut einer aktuellen Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat 2006 jeder Haushalt im Durchschnitt 13 Bioprodukte gekauft – zwei mehr als im Vorjahr. Zur Kerngruppe der Biokonsumenten, die ihren Lebensmittelbedarf zu großen Teilen aus dem Biosortiment decken, gehören inzwischen zehn Prozent aller Haushalte, Längst werden Biowaren nicht mehr hauptsächlich beim kleinen Ökoladen um die Ecke erstanden, sondern in Supermärkten und bei Discountern.

Letztere offerieren inzwischen eigene Bioproduktlinien wie »Prima Bio« (Aldi-Nord), »Bioness« (Lidl) oder »BioBio« (Plus). Gerade diese Vertriebsform hat die Aufwä...

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